Kindergarten

Der Jüdische Kindergarten Duisburg ist ein konfessioneller Gemeindekindergarten der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen. Der Kindergarten wurde am 15. August 2009 eröffnet und bietet in 2 ½ Gruppen 40 bis maximal 45 Kindern eine Betreuung bis 45 Stunden die Woche.

Neben dem allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrag werden jüdisches Wissen, Normen und Werte praxisbezogen an die Kinder vermittelt. Im Rahmen der jüdischen Erziehung wird sich hier an dem jüdischen Kalenderzyklus orientiert, ebenso hat die hebräische Sprache einen festen Platz im Kindergartenalltag.

Das pädagogische Konzept des Jüdischen Kindergartens ist teiloffen. D.h. zu den bestehenden Stammgruppenstrukturen und den angebotenen altersgerechten Aktivitäten stehen den Kindern die Türen offen und die Kinder entscheiden entsprechend ihren Interessen und Bedürfnissen, was sie machen möchten.

Die pädagogische Arbeit ist geprägt durch den ganzheitlichen Blick auf das Kind. Jedes Kind ist einzigartig, jedes Kind hat seine ganz eigenen Möglichkeiten. Das Kind wird als eigenständiges Wesen gesehen. Die Erzieher schaffen Lernräume und unterstützen die Kinder bei Lernprozessen und achten besonders darauf, den Kindern lediglich durch Impulse bei Problemlösungen zu helfen. So sind die Kinder diejenigen, die selbst Wege finden.

Eine Mischung aus Struktur und Freiräumen soll den Kindern ermöglichen sich frei und individuell zu entwickeln und gleichzeitig auch zu lernen sich an Grenzen und Regeln zu halten.

In der Einrichtung halten wir uns an die jüdischen Speisegesetze, wofür unser Gemeinderabbiner (Rabbiner David Geballe) zuständig ist. Dies bedeutet, dass unser Essen in der eigenen Küche täglich frisch gekocht wird. Die jüdischen Speisegesetze trennen zwischen milchiger und fleischiger Kost. Für unsere Einrichtung haben wir uns für die milchige Küche entschieden, d.h. vegetarisches Essen und Fisch.

Neben der Vermittlung von Jüdischen Werten sind für uns vor allem die Sprachförderung, Musikalische Früherziehung und die kreative Entwicklung des Kindes wichtig. Die Kinder in unserer Einrichtung lernen spielerisch Englisch und werden durch Lieder und Spiele auch mit der Hebräischen Sprache vertraut gemacht.

In den täglich offenen Angeboten wird im Forschungsbereich die natürliche Neugier eines jeden Kindes gefördert, Fragen zu klären und Neues zu entdecken und mit einem spielerischen Konzentrationstraining in kleinen Gruppen, werden die Aufmerksamkeit und das Merkvermögen gefördert.

Im letzten Jahr vor der Einschulung werden alle Kinder in der Vorschule auf die Schule vorbereitet.

Regelmäßig gibt es im Kindergarten einen „Spielzeugfreien Tag“, an dem durch das Wegfallen herkömmlicher Spielzeuge die Kinder angeregt werden sich mit an dem Tag zur Verfügung gestellten Materialien zu beschäftigen. Hiermit soll vor allem die kindliche Fantasie gefördert werden und dient gleichzeitig der Förderung der Kommunikation und des Sozialverhaltens.

Ebenso ist der Spielzeugtag fester Bestandteil des Kindergartens. An diesem Tag darf jedes Kind sein eigenes Spielzeug mit in den Kindergarten bringen. Die Kinder lernen am Spielzeugtag das Eigentum der Anderen zu respektieren und das eigene Spielzeug auszuleihen und auszutauschen.

Zum festen Tagesablauf, der den Kindern Sicherheit und Halt gibt gehört der Morgenkreis, die Bewegung bzw. freies Spiel im Außengelände am Vormittag sowie das gemeinsames Mittagessen.